Hantavirus in Deutschland: Symptome, Übertragung und Schutzmaßnahmen
Hantavirus in Deutschland: Was Sie über Übertragung, Symptome und Schutzmaßnahmen wissen sollten. Aktuelle Informationen für Haushalt und Prävention.
Hantaviren werden in Deutschland hauptsächlich durch das Einatmen von Staub aus Kot, Urin oder Speichel infizierter Nagetiere übertragen. Besonders betroffen sind Regionen in Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen; 2026 ist bislang kein Ausbruchsjahr, doch die Bundesstatistik gibt für den einzelnen Keller oder Schuppen keine Entwarnung.
Treten nach möglichem Kontakt Fieber, Rücken- oder Flankenschmerzen oder Sehstörungen auf, lassen Sie dies ärztlich abklären und nennen Sie den Kontakt mit Nagetierausscheidungen.
Inhalt · 12 Abschnitte
Dieser Artikel ersetzt keine medizinische Beratung. Bei Symptomen oder Verdacht auf eine Infektion sollte ärztlicher Rat eingeholt werden. Informieren Sie sich beim Robert Koch-Institut oder Ihrem Gesundheitsamt.
Hantavirus-Lage 2026 in Deutschland
Dieser Abschnitt wurde im August 2026 aktualisiert.
2026 ist bislang kein Ausbruchsjahr. Laufende Zahlen veröffentlicht das RKI in SurvStat@RKI; sie ändern sich durch Nachmeldungen. Zur Einordnung die geprüften Jahreswerte aus den Infektionsepidemiologischen Jahrbüchern des RKI: 2023 wurden 337 Erkrankungen übermittelt, 2024 waren es 423 – Ausbruchsjahre wie 2012 (2.825) oder 2021 (1.668) lagen um ein Vielfaches darüber. 2024 lag die Inzidenz nur in Baden-Württemberg über dem Bundesdurchschnitt.
Ein niedriges Jahr ist allerdings keine Entwarnung für den Einzelfall: Die Übertragung hängt davon ab, ob Sie Staub aus Nagerkot einatmen – und das entscheidet sich in Keller, Schuppen oder Gartenhaus, nicht an der Bundesstatistik.
Aktuelle Lage 2026
- 1 Schwerpunkt im Süden und Westen
Puumala-Infektionen kamen 2024 zu 96 % aus Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen (RKI) – Arbeiten in Keller, Schuppen und Gartenhaus trotzdem mit Schutzmaßnahmen
- 2 Auch Wohnmobil und Gartenhaus
Überall, wo Mäuse überwintert haben, kann virushaltiger Staub liegen – vor dem Fegen befeuchten
- 3 Hochsaison: Frühjahr bis Sommer
In Ausbruchsjahren fällt die Mehrzahl der Fälle ins II. und III. Quartal (RKI-Jahrbuch 2019) – Schutzmaßnahmen im Frühjahr konsequent einhalten
- 4 Impfstoff weiterhin nicht verfügbar
Eine allgemein zugelassene Schutzimpfung gegen das in Deutschland relevante Puumala-Virus gibt es weiterhin nicht – Prävention bleibt die einzige Schutzmaßnahme
Aktuelle Fallzahlen: RKI SurvStat@RKI unter survstat.rki.de – täglich aktualisiert.
Besondere Vorsicht bei Frühjahrsreinigungen: Nagetiere überwintern regelmäßig in Gartenhäusern, Schuppen, Holzstapeln – aber auch in wenig genutzten Fahrzeugen wie Wohnmobilen, Booten und Campern. Beim ersten Öffnen und Reinigen nach dem Winter ist die Staubbelastung durch getrocknete Ausscheidungen besonders hoch. FFP2-Maske und Handschuhe anlegen, bevor Schubladen, Stauräume oder Motorabdeckungen geöffnet werden. Dass Infektionen auch weit außerhalb der klassischen Risikogebiete vorkommen können, zeigen vereinzelte Fälle an Bord von Schiffen und in Fahrzeugen: Entscheidend ist nicht die Region, sondern ob Nagetiere Zugang hatten und ihr Kot aufgewirbelt wird.
Was ist Hantavirus?
Hantaviren sind eine Gruppe von RNA-Viren, die von Nagetieren auf Menschen übertragen werden können. In Deutschland kommt vor allem der Typ Puumala-Virus vor, der von der Rötelmaus (Myodes glareolus) übertragen wird.
Das Virus ist weltweit verbreitet, tritt in Deutschland aber in unterschiedlicher Häufigkeit auf. Laut dem Robert Koch-Institut (RKI) schwankt die Zahl der gemeldeten Erkrankungen extrem: zwischen 72 (2006) und 2.825 (2012) pro Jahr – je nach Nahrungsangebot für Nagetiere.
Wie wird Hantavirus übertragen?
Die Übertragung erfolgt in der Regel nicht durch direkten Kontakt mit Mäusen, sondern durch das Einatmen von erregerhaltigem Staub. Außerhalb des Tieres bleibt das Virus je nach Temperatur und Luftfeuchtigkeit mehrere Tage infektiös (RKI-Ratgeber); im RKI-Merkblatt heißt es, es könne in der Umwelt mehrere Wochen überdauern.
Hauptübertragungswege:
- Einatmen von staubhaltigem Material in Ställen, Kellern oder Dachböden
- Kontakt mit infiziertem Nagetierkot, Urin oder Speichel
- Seltener: Biss durch ein infiziertes Nagetier
- Sehr selten: Übertragung von Mensch zu Mensch (nur bestimmte Hantavirus-Typen)
Eine detaillierte Erklärung aller Infektionswege und wie lange das Virus in der Umwelt überleben kann, bietet der Ratgeber Hantavirus: Übertragungswege verstehen und Risiken einschätzen.
Wer Mäuse im Haus vermutet, sollte zunächst klären, ob tatsächlich ein Befall vorliegt: Mäuse im Haus erkennen – Spuren, Geräusche und erste Maßnahmen.
Übertragungswege: So kann Hantavirus den Menschen erreichen
- 1 Eingeatmeter Staub
Beim Kehren, Fegen oder Aufwirbeln von Staub in Risikobereichen
- 2 Direkter Kontakt mit Ausscheidungen
Urin, Kot oder Speichel infizierter Nager
- 3 Nagetier-Biss
Selten, aber möglich bei Kontakt mit lebenden oder toten Mäusen
- 4 Kontaminierte Lebensmittel
Wenn Nagetiere Zugang zu Lebensmitteln hatten
Eine direkte Mensch-zu-Mensch-Übertragung des Puumala-Virus in Europa ist nach aktuellem Wissensstand nicht nachgewiesen.
Welche Symptome hat eine Hantavirus-Infektion?
Die Inkubationszeit beträgt in der Regel 2 bis 4 Wochen, in Ausnahmefällen 5 bis 60 Tage (RKI-Ratgeber). Eine Hantavirus-Infektion mit dem Puumala-Virus verläuft oft mild bis moderat, kann aber in seltenen Fällen auch schwer verlaufen.
Eine vollständige Übersicht aller Verlaufsformen bietet unser Ratgeber: Hantavirus-Symptome: von leichten Beschwerden bis zur Niereninsuffizienz.
Typische Symptome können sein:
- Plötzlich auftretendes Fieber (38–40 °C)
- Ausgeprägte Rückenschmerzen und Flankenschmerzen
- Kopf- und Muskelschmerzen
- Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen
- Sehstörungen (verschwommenes Sehen)
- In späteren Phasen: Nierenfunktionsstörungen
Wenn Sie nach einem möglichen Kontakt mit Nagetier-Ausscheidungen Fieber, Rückenschmerzen oder Sehstörungen entwickeln, suchen Sie umgehend einen Arzt auf. Sagen Sie dem Arzt von Ihrem möglichen Kontakt mit Nagetieren.
Wo liegen die Hantavirus-Risikogebiete in Deutschland?
In Deutschland treten Hantavirus-Erkrankungen vor allem in Buchenmischwäldern auf, wo die Rötelmaus besonders häufig ist. Sogenannte “Mastjahre” – Jahre mit besonders reicher Buchenmast – führen zu einem starken Anstieg der Nagetierpopulation und erhöhen das Infektionsrisiko.
Hantavirus-Erkrankungen nach Bundesland
- Schwerpunkt
- regelmäßig Fälle
- wenige Fälle
- keine Fälle gemeldet
- Baden-Württemberg
- 2024: 2,1 Fälle je 100.000 – einziges Land über dem Bundesschnitt — Schwäbische Alb
- Bayern
- Regelmäßig viele Fälle — Bayerischer Wald, Spessart
- Hessen
- Regelmäßig Fälle — Nordost-Hessen
- Nordrhein-Westfalen
- Regelmäßig Fälle — Münsterland
- Niedersachsen
- Regelmäßig Fälle — Puumala-Virus
- Thüringen
- Einzelne Ausbruchsgebiete — West-Thüringen
Besonders betroffene Regionen (Ausbruchsgebiete laut RKI-Ratgeber):
- Schwäbische Alb (Baden-Württemberg)
- Bayerischer Wald und Spessart (Bayern)
- Nordost-Hessen
- Münsterland (Nordrhein-Westfalen)
- West-Thüringen
Das RKI veröffentlicht jährlich aktualisierte Daten zu gemeldeten Erkrankungsfällen nach Bundesland. Wer in einer dieser Regionen Gartenarbeit, Waldarbeiten oder Frühjahrsreinigungen plant, findet gezielte Schutzhinweise im Ratgeber Hantavirus-Schutz bei der Gartenarbeit – was Sie in Risikogebieten beachten müssen.
Fallzahlen nach Bundesland (RKI SurvStat)
Das Robert Koch-Institut erfasst alle gemeldeten Hantavirus-Erkrankungen über das Meldesystem SurvStat. Die Zahlen zeigen deutliche regionale Unterschiede. 2024 lag die Inzidenz nur in Baden-Württemberg (2,1 je 100.000 Einwohner) über dem Bundesdurchschnitt von 0,5; aus Bremen wurde kein Fall gemeldet.
Wo Hantavirus-Infektionen vorkommen
| Bundesland | Einordnung | Ausbruchsgebiete laut RKI | Virustyp |
|---|---|---|---|
| Baden-Württemberg | 2024 einziges Land über dem Bundesdurchschnitt | Schwäbische Alb | Puumala-Virus |
| Bayern | Regelmäßig viele Fälle | Bayerischer Wald, Spessart | Puumala-Virus |
| Hessen | Regelmäßig Fälle | Nordost-Hessen | Puumala-Virus |
| Nordrhein-Westfalen | Regelmäßig Fälle | Münsterland | Puumala-Virus |
| Niedersachsen | Regelmäßig Fälle | – | Puumala-Virus |
| Thüringen | Einzelne Ausbruchsgebiete | West-Thüringen | Puumala-Virus |
| Norden und Osten | Wenige Fälle | – | Vereinzelt Dobrava-Virus (Brand- und Gelbhalsmaus) |
Die absoluten Fallzahlen schwanken von Jahr zu Jahr erheblich – abhängig vom Buchenmast-Zyklus und der daraus resultierenden Nagerpopulationsgröße. In Ausbruchsjahren steigen die Zahlen bundesweit auf ein Vielfaches – 2019 etwa auf das 6,5-Fache des Vorjahres (RKI-Jahrbuch). Die aktuellen Meldedaten werden vom RKI über SurvStat@RKI (survstat.rki.de) veröffentlicht und sind öffentlich zugänglich.
Was sind Mastjahre und wie beeinflussen sie Hantavirus-Ausbrüche?
Ein wichtiger Faktor für Hantavirus-Ausbrüche in Deutschland ist das sogenannte Mastjahr – ein Jahr mit ungewöhnlich reicher Buchenfruchtproduktion. Laut RKI steigt die Dichte der Nagetiere in mehrjährigen Zyklen, beeinflusst unter anderem vom Klima und von der Buchenmast im jeweiligen Vorjahr. Bucheckern und Eicheln ernähren die Rötelmaus (Myodes glareolus), die als Hauptwirt des Puumala-Virus in Deutschland gilt.
Der Zyklus: Buchenwälder produzieren nicht jedes Jahr gleich viele Früchte. Nach einem Mastjahr überleben mehr Rötelmäuse den Winter, im folgenden Frühjahr wächst die Population stark an – deshalb folgt das Ausbruchsjahr der Buchenmast mit etwa einem Jahr Verzögerung. Mehr Mäuse bedeuten mehr Virusausbreitung unter Nagetieren – und mehr menschliche Kontakte mit infiziertem Kot und Urin in Kellerräumen, Scheunen und Wäldern.
Ausbruchsjahre und ruhige Jahre in Deutschland (Quelle: Infektionsepidemiologische Jahrbücher des RKI)
| Jahr | Einordnung | Übermittelte Erkrankungen (Referenzdefinition) | Hinweis |
|---|---|---|---|
| 2010 | Ausbruchsjahr | 2.016 | Damals höchste Zahl seit Einführung des IfSG |
| 2012 | Ausbruchsjahr | 2.825 – Rekord | Höchstwert seit 2001 (RKI-Ratgeber) |
| 2017 | Ausbruchsjahr | 1.725 | Etwa sechsmal so viele wie 2016 |
| 2018 | Ruhiges Jahr | 235 | – |
| 2019 | Ausbruchsjahr | 1.534 | 80 % der Fälle im II. und III. Quartal |
| 2021 | Ausbruchsjahr | 1.668 | Etwa siebenmal so viele wie 2020 |
| 2023 | Ruhiges Jahr | 337 | – |
| 2024 | Ruhiges Jahr | 423 | 76 % der Fälle mit Angabe im Krankenhaus, kein Todesfall |
Die Zahlen stammen aus den Infektionsepidemiologischen Jahrbüchern des RKI (Fälle nach Referenzdefinition). SurvStat@RKI kann durch Nachmeldungen leicht abweichen; Werte für 2025 erscheinen im nächsten Jahrbuch.
Was bedeutet das für die Prävention? In und nach Mastjahren steigt das Infektionsrisiko erheblich – besonders in Buchenwaldgebieten. In diesen Phasen sollte man bei Arbeiten in Keller, Dachboden, Gartenhaus oder Schuppen besonders auf Schutzmaßnahmen achten. Das Gesundheitsamt des jeweiligen Landkreises informiert über die aktuelle Risikolage. Umfassende Schutzmaßnahmen erklärt: Hantavirus-Schutzmaßnahmen im Detail.
Welche Schutzmaßnahmen helfen im Haushalt gegen Hantavirus?
Der beste Schutz vor Hantavirus-Infektionen ist die Vermeidung von Kontakt mit Nagetierausscheidungen und die konsequente Prävention von Nagermausbefall im Haushalt. Alle Maßnahmen detailliert erklärt: Hantavirus-Schutzmaßnahmen im Überblick.
Präventions-Checkliste für den Haushalt
- Lebensmittel in dicht verschlossenen Behältern aufbewahren
- Müll regelmäßig und in sicher verschlossenen Behältern entsorgen
- Ritzen und Löcher in Wänden, Türrahmen und Fundamenten abdichten
- Holzstapel und Komposthaufen nicht direkt an der Hauswand lagern
- Keller und Dachböden regelmäßig auf Mäusespuren kontrollieren
- Bei Mäusebefall: Fachleute hinzuziehen oder geeignete Fallen einsetzen
Sicher reinigen: Schritt für Schritt
Wenn Sie Mäusekot oder andere Anzeichen von Nagerbefall finden, ist die richtige Vorgehensweise beim Reinigen entscheidend. Schritt-für-Schritt-Anleitung: Keller sicher reinigen bei Mäusebefall und Mäusekot entfernen – sicher und hygienisch.
Schritt-für-Schritt: Sicher reinigen
- 1 Schutzausrüstung anlegen
FFP2-Maske, Nitrilhandschuhe, ggf. Schutzbrille tragen
- 2 Nicht trocken kehren oder saugen
Staub kann Viren verteilen – Oberflächen vorher befeuchten
- 3 Kontaminierte Bereiche befeuchten
Mit Desinfektionsmittel oder Wasser einsprühen, 10 Minuten einwirken lassen
- 4 Feuchte Reinigung durchführen
Materialien in Plastikbeutel geben, Beutel dicht verschließen
- 5 Abfall sofort entsorgen
Verschlossene Beutel direkt in den Außenmüll geben
- 6 Hände gründlich waschen
Seife und Wasser nach dem Ablegen der Schutzausrüstung verwenden
Diese Informationen dienen der allgemeinen Orientierung und ersetzen keine Fachberatung.
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Hantavirus in Deutschland: Fallzahlen, Mastjahre und Risikoregionen
Die Zahl der an das RKI übermittelten Hantavirus-Erkrankungen schwankte seit 2001 zwischen 72 (2006) und 2.825 (2012) pro Jahr. Der Hauptgrund: Das Puumala-Virus zirkuliert vor allem in Rötelmäusen (Myodes glareolus), deren Dichte in mehrjährigen Zyklen stark ansteigt – gesteuert unter anderem von der Buchenmast im Vorjahr.
Rekordjahre: Das mit Abstand stärkste Jahr war 2012 mit 2.825 Fällen. Auch 2010 (2.016), 2017 (1.725), 2019 (1.534) und 2021 (1.668) waren Ausbruchsjahre. In ruhigen Jahren wurden zuletzt einige hundert Fälle übermittelt (2018: 235, 2023: 337, 2024: 423). Ein Frühzeichen für ein Ausbruchsjahr ist laut RKI, wenn die Fallzahlen im Herbst und Winter davor nicht wie üblich zurückgehen.
Geografische Verteilung: Puumala-Infektionen kamen 2024 zu 96 % aus Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen. Als Ausbruchsregionen nennt das RKI die Schwäbische Alb, den Bayerischen Wald, den Spessart, Nordost-Hessen, das Münsterland und West-Thüringen.
Krankheitsverlauf: Das Puumala-Virus verursacht das Hämorrhagische Fieber mit renalem Syndrom (HFRS) – charakterisiert durch hohes Fieber, starke Rückenschmerzen und Nierenbeteiligung. Die Fallsterblichkeit liegt beim Puumala-Virus nach Angaben des RKI deutlich unter 0,1 %, beim Dobrava-Virus bei 0,3 bis 0,9 %. Trotzdem wurde 2024 der Großteil der gemeldeten Fälle stationär behandelt – 76 % der Erkrankten mit Angabe. Diese hohe Quote sagt weniger über die Schwere der Infektion an sich aus als über die Meldung: Leichte Verläufe werden oft gar nicht als Hantavirus erkannt und tauchen in der Statistik nie auf. Alle Verlaufsstadien und Warnsignale, die eine sofortige Vorstellung beim Arzt erfordern, beschreibt Hantavirus-Symptome erkennen – von ersten Anzeichen bis zur Niereninsuffizienz.
Ein weiteres, weniger bekanntes Virus, das durch Kleintiere übertragen wird, ist das Bornavirus – Übertragung durch die Feldspitzmaus in Bayern. Wer nach Nagetierbefall den Keller oder Dachboden desinfiziert, sollte auch die allgemeinen Hygienestandards kennen: Hygiene im Haushalt – Prävention und sichere Reinigung. → Hantavirus – Themenübersicht
Häufige Fragen
Ist Hantavirus in Deutschland gefährlich?
Hantavirus kann in Deutschland zu einer ernsthaften Erkrankung führen, verläuft jedoch in den meisten Fällen mild. Bei Symptomen sollte unbedingt ärztlicher Rat eingeholt werden.
Wie überträgt sich Hantavirus?
Hantavirus wird hauptsächlich durch Einatmen von infiziertem Staub, Urin oder Kot von Nagetieren übertragen. Von Mensch zu Mensch werden die in Europa vorkommenden Hantaviren laut RKI nicht übertragen.
Welche Regionen in Deutschland sind besonders betroffen?
Besonders betroffen sind Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen, wo die Rötelmaus als Hauptwirt vorkommt. Ausbrüche folgen häufig auf ein Buchenmastjahr.
Wie schütze ich mich beim Reinigen von Keller oder Dachboden?
Tragen Sie FFP2-Maske und Nitrilhandschuhe und feuchten Sie Oberflächen vor dem Reinigen an, um Staubaufwirbelung zu vermeiden. Keine trockene Bürste verwenden.
Gibt es einen Impfstoff gegen Hantavirus?
In Deutschland gibt es derzeit keinen allgemein zugelassenen Impfstoff gegen Hantavirus. Die Prävention fokussiert sich auf die Vermeidung von Kontakt mit Nagetierausscheidungen.
Medizinischer Hinweis: Dieser Artikel ersetzt keine medizinische Beratung. Bei Symptomen oder Verdacht auf eine Infektion sollte ärztlicher Rat eingeholt werden. Die hier genannten Schutzmaßnahmen können das Risiko reduzieren, bieten aber keinen garantierten Schutz.
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