Kellerspinnen: Arten erkennen und dauerhaft vorbeugen
Kellerspinnen sind harmlos – aber welche Art ist es? Zitterspinne, Finsterspinne und Hauswinkelspinne erkennen, Netze entfernen und dauerhaft vorbeugen.
Kurz gesagt: „Kellerspinne“ ist kein Artname, sondern ein Sammelbegriff für drei Arten, die sich einen Keller teilen: die fast schwarze Kellerspinne Amaurobius ferox mit ihrem wolligen Fangnetz in Mauerritzen, die langbeinige Zitterspinne unter der Decke und die Gemeine Hauswinkelspinne im Wandwinkel – alle für Menschen harmlos und nützlich, weil sie Insekten wegfangen. Sie kommen wegen der konstanten Temperatur, der hohen Luftfeuchtigkeit, der Dunkelheit und des Nahrungsangebots. Wer sie dauerhaft loswerden will, entfernt regelmäßig die Netze, dichtet Kellerfenster und Lichtschächte ab und senkt die Feuchtigkeit. Gift braucht es dafür nicht: Das Umweltbundesamt hält Biozide gegen Spinnen für unverhältnismäßig.
Wer im Keller das Licht anknipst und in den Ecken Spinnweben entdeckt, ist nicht allein. Keller gehören zu den beliebtesten Lebensräumen von Spinnen überhaupt – und das aus gutem Grund: Konstante Temperaturen zwischen 12 und 18 °C, hohe Luftfeuchtigkeit, wenig Licht und ein reichhaltiges Nahrungsangebot machen Kellerräume zum idealen Habitat. Hinzu kommt, dass kaum jemand täglich dort aufräumt, was Spinnen ungestörte Ruhe verschafft.
Viele Hauseigentümer und Mieter stören sich an den Netzen, obwohl Spinnen im Keller ökologisch wertvoll sind: Sie fressen Kellerasseln, Silberfische, Mücken und andere unerwünschte Kleintiere. Wer eine natürliche Schädlingskontrolle im Keller sucht, liegt mit Spinnen also genau richtig. Wer die Tiere trotzdem nicht möchte, kann sie mit einfachen Mitteln dauerhaft fernhalten – und dabei auf Chemie vollständig verzichten.
Falls Sie Spinnen nicht nur im Keller, sondern auch im Rest der Wohnung bemerken, lohnt sich ein Blick in unseren Ratgeber zu Spinnen im Haus – Ursachen, Arten und sichere Maßnahmen.
Inhalt · 5 Abschnitte
Alle in deutschen Kellern heimischen Spinnenarten sind für Menschen ungefährlich. Ein Arztbesuch ist nur bei starker allergischer Reaktion auf einen Biss erforderlich – was in Deutschland äußerst selten vorkommt. Dieser Artikel dient ausschließlich der Orientierung und ersetzt keine medizinische Beratung.
Spinnenarten im deutschen Keller
In deutschen Kellern finden sich vor allem drei Spinnengruppen, die sich in Aussehen, Netztyp und Verhalten deutlich unterscheiden. Ein Blick auf die typischen Merkmale hilft, die Bewohner schnell einzuordnen.
Kellerspinne (Amaurobius ferox)
Wenn mit „Kellerspinne” eine einzelne Art gemeint ist, dann diese: Amaurobius ferox trägt im Deutschen genau diesen Namen (auch Keller-Finsterspinne) und gehört zur Familie der Finsterspinnen. Weibchen werden 11–16 mm groß, Männchen 8–10 mm. Kennzeichnend ist der fast schwarze Hinterleib mit blassgelben Winkelflecken auf der Oberseite – daran erkennen Sie das Tier auch im Halbdunkel und unterscheiden es von der gleichmäßiger gefärbten Hauswinkelspinne. Ebenso verräterisch ist das Netz: ein wolliges Fanggespinst, das frisch angelegt bläulich schimmert und aus Mauerritzen, Sockelfugen und selten genutzten Gebäudeecken herausführt. Die Art lebt ausgesprochen gebäudenah – Keller und Mauerspalten sind ihr Hauptlebensraum.
Nicht verwechseln: die Bodentrichterspinnen (Coelotes). Sie ähneln Amaurobius ferox auf den ersten Blick und werden im Netz häufig als „Kellerspinne” geführt. Sie leben aber im Freien – unter Steinen, in Totholz und in Moospolstern – und nicht in Gebäuden. Zoologisch gehören sie seit einer phylogenetischen Untersuchung von 2010 zu den Trichterspinnen (Agelenidae) und nicht zu den Finsterspinnen. Wer im Keller ein dunkles Tier mit wolligem Netz findet, hat deshalb fast immer Amaurobius ferox vor sich.
Gemeine Hauswinkelspinne (Tegenaria domestica)
Tegenaria domestica ist die bekannteste Kellerart in Deutschland. Ihr Körper misst beim Weibchen höchstens 11,5 mm, beim Männchen bis 9 mm – bedrohlich wirkt sie wegen der langen, behaarten Beine, ist aber vollkommen harmlos. Ihr Netz ist ein flacher Gespinstteppich im Mauerwinkel, der in eine trichterförmige Wohnröhre übergeht. Darin wartet die Spinne, bis Beute über den Teppich läuft.
Zitterspinne (Pholcus phalangioides)
Die Zitterspinne ist mit ihrem kleinen Körper (bis 10 mm) und ihren extrem langen, dünnen Beinen leicht erkennbar. Ihr unregelmäßiges, dreidimensionales Netz hängt oft frei in der Raumluft, bevorzugt in höheren Kellerbereichen und an Kellerdecken. Ihren Namen verdankt sie dem charakteristischen Vibrieren, mit dem sie Fressfeinde verwirrt. Interessant: Zitterspinnen fressen auch andere Spinnen und können so zur natürlichen Regulierung von Tegenaria beitragen.
Nosferatu-Spinne (Zoropsis spinimana) – der Sonderfall ohne Netz
Wer im Keller eine auffallend große Spinne ohne jedes Netz frei auf der Wand sitzen sieht, hat vermutlich keine Hauswinkelspinne vor sich. Die aus dem Mittelmeerraum eingewanderte Nosferatu-Spinne baut überhaupt kein Netz, sondern jagt aktiv an Wänden und Böden – und sie überwintert bevorzugt in Gebäuden, weshalb sie ab September regelmäßig in Kellern und Bädern auftaucht. Sicher erkennen Sie sie an der dunklen, maskenartigen Zeichnung auf dem Vorderkörper, die der Hauswinkelspinne völlig fehlt. Ihr Biss ist spürbar, für gesunde Menschen aber ungefährlich. Merkmale, Verwechslungen und das richtige Vorgehen stehen in unserem Ratgeber Nosferatu-Spinne erkennen und den Biss einschätzen.
Für eine ausführlichere Übersicht aller in Deutschland häufigen Arten empfehlen wir unseren Artikel über Spinnenarten in Deutschland erkennen – Merkmale und Fotos.
Kellerarten im Vergleich
- 1 Amaurobius ferox
Wolliges Netz in Mauerritzen, 11–16 mm, helle Winkelflecken
- 2 Tegenaria domestica
Gespinstteppich mit Wohnröhre im Winkel, Körper bis 11,5 mm
- 3 Pholcus phalangioides
3D-Hängenetz, Decke, extrem lange Beine
Ob eine dieser Arten überhaupt zubeißen kann, wie ein Biss aussieht und wann er ärztlich abgeklärt gehört, steht ausführlich unter Kreuzspinne: giftig oder harmlos? – die Einordnung dort gilt für alle heimischen Arten, auch für die Kellerbewohner.
Spinnweben und Nester entfernen
Das Entfernen von Spinnennetzen im Keller ist unkompliziert und erfordert keine Chemie. Wichtig ist ein systematisches Vorgehen, das sowohl aktuelle Netze beseitigt als auch verhindert, dass Spinnen sofort neue bauen.
Schritt-für-Schritt: Spinnweben im Keller entfernen
- Schutzkleidung anlegen
- Spinnen zuerst umsetzen
- Netze von oben nach unten entfernen
- Ecken feucht auswischen
- Regelmäßig wiederholen
Wichtig: Töten müssen Sie keine Spinne. Das Umweltbundesamt rät, auf eine Bekämpfung von Spinnen generell zu verzichten, und hält Biozide gegen sie für unverhältnismäßig. Duftöle als Nachbehandlung der Ecken bringen im Keller nichts Belegtes – warum, steht unter Natürliche Abwehrmittel.
Dauerhaft vorbeugen
Das bloße Entfernen von Netzen hält Spinnen nicht dauerhaft fern, solange die Grundbedingungen im Keller günstig bleiben. Nachhaltige Vorbeugung setzt an den eigentlichen Ursachen an: Feuchtigkeit, Beutetiere und Zutrittspfade.
Feuchtigkeit reduzieren
Hohe Luftfeuchtigkeit begünstigt nicht nur Spinnen, sondern vor allem deren Beute: Kellerasseln, Silberfische und Mücken lieben feuchte Umgebungen. Eine relative Luftfeuchtigkeit unter 60 % macht den Keller deutlich unattraktiver für das gesamte Ökosystem aus Spinnen und Beutetieren. Regelmäßiges Lüften in den Morgenstunden (wenn die Außenluft noch trocken ist), ein Luftentfeuchter und die Beseitigung von Wassereinbrüchen helfen dabei.
Beutetiere bekämpfen
Spinnen folgen ihrem Nahrungsangebot. Wenn Kellerasseln und Silberfische im Keller reichlich vorhanden sind, ist das für Spinnen eine Einladung. Wie Sie Kellerasseln im Keller dauerhaft bekämpfen und deren Ursachen beseitigen, lesen Sie in unserem entsprechenden Ratgeber.
Im dauerhaft beheizten Kellerraum verschiebt sich das Beutespektrum: Wo Heizkessel, Waschmaschine und Trockner für konstante Wärme sorgen, kommt zu Asseln und Silberfischen das wärmeliebende Heimchen hinzu, das sich nachts durch gleichmäßiges Zirpen verrät. Auch hier gilt: Wer die Beute reduziert, reduziert den Spinnendruck.
Eintrittswege abdichten
Spinnen gelangen durch kleinste Ritzen in Mauerwerk, entlang von Rohrdurchführungen, unter Kellertüren und durch schlecht schließende Kellerfenster in das Gebäude. Das Abdichten dieser Eintrittspfade mit Silikon-Fugenmasse oder Quellband ist eine der wirksamsten Maßnahmen und gleichzeitig ein wichtiger Beitrag zum Wärmeschutz des Gebäudes.
Schwachstellen im Keller – womit sie sich schließen lassen
| Schwachstelle | Material | Aufwand | Hält | |
|---|---|---|---|---|
| Luftfeuchte über 60 % | Thermo-Hygrometer, erst messen, dann entscheiden | Aufstellen, ablesen | Dauerhaft – Grundlage für alles Weitere | Auswahl bei Amazon |
| Feuchter Keller trotz Lüften | Elektrischer Luftentfeuchter oder Granulat-Box | Aufstellen, Wasser leeren | Solange das Gerät läuft | Auswahl bei Amazon |
| Fugen an Boden-Wand-Übergang und Rohrdurchführung | Silikon-Fugenmasse mit Kartuschenpistole | Eine Stunde je Kellerraum | Jahre | Auswahl bei Amazon |
| Kellerfenster ohne Insektenschutz | Feinmaschiges Gewebe unter 1 mm, Klett oder Rahmen | Zuschneiden und ankletten | 1–3 Saisons je nach Gewebe | Auswahl bei Amazon |
| Spalt unter der Kellertür | Bürsten- oder Gummidichtung zum Schrauben | 15 Minuten je Tür | Jahre | Auswahl bei Amazon |
| Netze in Deckenecken | Staubwedel mit Teleskopstiel statt Staubsauger | Minuten, alle paar Wochen | Wiederverwendbar | Auswahl bei Amazon |
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Die gleichen Vorbeugungsmaßnahmen, die im Keller funktionieren, lassen sich auf die gesamte Wohnung anwenden. Unser Artikel über Spinnen in der Wohnung dauerhaft vorbeugen zeigt, welche Maßnahmen in anderen Räumen besonders effektiv sind.
Checkliste Vorbeugung auf einen Blick:
Vorbeugende Maßnahmen gegen Kellerspinnen
- Luftfeuchtigkeit unter 60 % halten
- Ritzen und Fugen abdichten
- Kellerfenster mit feinem Fliegengitter sichern
- Lagerung auf Abstand vom Boden
- Beleuchtung optimieren
- Kellerasseln und Silberfische bekämpfen
Natürliche Abwehrmittel
Im Internet kursieren viele Tipps gegen Spinnen – von Kastanien über Zitrusschalen bis hin zu Essig. Experimentell untersucht wurden davon drei, in einer einzigen Studie, und keine der drei Kellerarten war dabei.
Die einzige Untersuchung: drei Mittel, drei Spinnenarten
Fischer, Ayasse und Andrade (Journal of Economic Entomology, 2018) stellten Spinnen im Zwei-Kammer-Wahlversuch vor Zitronenöl, Pfefferminzöl und Kastanienfrüchte. Kastanien und Minzöl mieden die Kreuzspinne und die Braune Witwe (Latrodectus geometricus) deutlich, die Haubennetzspinne Steatoda grossa kaum. Zitronenöl – das im Netz meistgenannte Hausmittel – blieb bei allen drei Arten wirkungslos. Hauswinkelspinne, Zitterspinne und Amaurobius ferox wurden nicht getestet.
Pfefferminzöl: im Versuch wirksam, im Keller unbewiesen
Aus der Vermeidung direkt an der Duftquelle folgt nicht, dass ein paar Tropfen einen Keller freihalten: Im Raum ist die Konzentration um ein Vielfaches geringer, und ätherisches Öl verfliegt. Wer es versuchen will, gibt es auf Wattepads an die Einfallstellen – Kellerfenster, Rohrdurchführung, Türspalt – und erneuert es, sobald der Geruch nachlässt. Abdichten ersetzt das nicht.
Lavendel- und Teebaumöl: nie untersucht
Beide werden oft als Spinnenschreck empfohlen, gegen Spinnen getestet wurde keines. Eine Wirkung ist damit weder belegt noch widerlegt – als Schutz für den Keller taugen sie nicht.
Kastanien: im Raum praktisch wirkungslos
Im Wahlversuch mieden zwei von drei Arten die Früchte. Eine Schale Kastanien im Keller ist aber keine Duftkammer: Die Konzentration ist viel geringer, und der Geruch frischer Früchte verfliegt binnen weniger Tage.
Zitrusschalen: keine Wirkung
Zitronenöl zeigte in derselben Studie bei keiner Art eine Wirkung. Schalen enthalten dasselbe Öl in viel geringerer Menge – als Spinnenabwehr taugen sie nicht.
Essig: nicht untersucht und nicht nötig
Für eine abschreckende Wirkung von Essig gibt es keine Untersuchung, und sein Geruch verschwindet nach dem Trocknen. Auf kalkhaltigem Stein und Fugenmörtel greift die Säure zudem das Material an.
Zusammenfassung Hausmittel:
| Mittel | Was belegt ist | Für den Keller |
|---|---|---|
| Pfefferminzöl | 2 von 3 Arten mieden den Duft im Wahlversuch (Fischer et al. 2018); Kellerarten nicht getestet | Allenfalls auf Wattepads an Einfallstellen, kein Ersatz fürs Abdichten |
| Kastanien | 2 von 3 Arten mieden die Früchte im Wahlversuch; im Raum viel geringere Konzentration | Nicht empfehlenswert |
| Lavendel-, Teebaumöl | Gegen Spinnen nicht untersucht | Nicht empfehlenswert |
| Zitrusschalen | Zitronenöl bei keiner Art wirksam | Nicht empfehlenswert |
| Essig | Nicht untersucht | Nicht empfehlenswert, greift kalkhaltigen Stein an |
Den Keller hält kein Duft spinnenarm. Die Ursachen – Beute, Feuchte, offene Ritzen – packt das Kapitel Dauerhaft vorbeugen an.
Wann ist professionelle Hilfe nötig?
In den allermeisten Fällen ist professionelle Hilfe gegen Kellerspinnen nicht erforderlich. Spinnen in deutschen Kellern stellen weder eine Gesundheitsgefahr dar noch richten sie Sachschäden an. Regelmäßige Eigenmaßnahmen reichen bei normalen Kellerverhältnissen vollständig aus.
Es gibt jedoch Situationen, in denen ein Fachbetrieb für Schädlingsbekämpfung hinzugezogen werden sollte:
Massenhafter Befall bei gleichzeitigem Insektenbefall
Wenn Kellerasseln, Silberfische, Schimmelzuckmücken oder andere Insekten sich massenhaft vermehren und Spinnen in ungewöhnlich großer Zahl folgen, liegt das Problem nicht bei den Spinnen selbst, sondern bei den Beutetieren. Ein Schädlingsbekämpfer kann die Insektenpopulation systematisch reduzieren – die Spinnen verschwinden dann von selbst.
Feuchtigkeitsprobleme mit Substanzschäden
Wenn Keller durch Wassereinbrüche, aufsteigende Feuchtigkeit oder Leckagen dauerhaft feucht sind, ist ein Bauexperte gefragt. Solche Feuchtigkeitsprobleme begünstigen nicht nur Spinnen, sondern auch Schimmel und Holzschäden. Die Lösung des Feuchtigkeitsproblems beseitigt die Grundursache für den gesamten Schädlingsbefall.
Verdacht auf nicht-einheimische Spinnenarten
In seltenen Fällen können exotische Spinnenarten durch importierte Waren in Keller gelangen. Wer eine Spinne sieht, die gar nicht wie eine der drei bekannten Kellerarten aussieht – besonders auffällige Zeichnung, ungewöhnliche Größe oder unbekannter Netztyp – sollte ein Foto machen und ggf. den NABU oder eine lokale Arachnologengesellschaft kontaktieren, bevor eigenständige Maßnahmen ergriffen werden.
Häufige Fragen
Welche Spinnen leben im Keller?
Im deutschen Keller leben vor allem drei Arten: die Kellerspinne (Amaurobius ferox), die Gemeine Hauswinkelspinne (Tegenaria domestica) und die Zitterspinne (Pholcus phalangioides). Alle drei sind für Menschen vollkommen harmlos und ernähren sich von Insekten und anderen Kleintieren.
Sind Spinnen im Keller gefährlich?
Nein. In Deutschland lebende Kellerarten sind für Menschen ungefährlich. Sie beißen nur, wenn sie sich zwischen Haut und Kleidung eingeklemmt fühlen. Ihr Gift wirkt auf kleine Insekten, nicht auf Menschen.
Wie entferne ich Spinnweben im Keller dauerhaft?
Sitzt noch eine Spinne im Netz, setzen Sie sie zuerst mit Glas und Postkarte nach draußen. Dann die Netze alle vier bis sechs Wochen mit einem langen Staubwedel oder dem Staubsauger mit Bürstenaufsatz entfernen, von der Decke nach unten. Dauerhaft weniger Netze gibt es nur, wenn der Keller weniger bietet: Ritzen und Kellerfenster abdichten, die Luftfeuchte unter 60 % senken und Asseln und Silberfische als Beute beseitigen. Duftöle ersetzen das nicht – Lavendelöl etwa wurde gegen Spinnen nie untersucht.
Warum kommen so viele Spinnen in meinen Keller?
Keller bieten ideale Bedingungen: konstante Temperatur, hohe Luftfeuchtigkeit, dunkle Winkel und reichlich Beutetiere (Kellerasseln, Silberfische, Mücken). Solange Insekten vorhanden sind, zieht das Spinnen an.
Helfen Kastanien gegen Spinnen im Keller?
Für einen ganzen Keller: nein. Im Laborversuch (Fischer, Ayasse und Andrade, 2018) mieden zwar zwei von drei getesteten Arten Kastanienfrüchte, darunter die Kreuzspinne – aber direkt an der Duftquelle, und keine der typischen Kellerarten war dabei. Im Raum ist die Konzentration viel geringer, und frische Früchte verlieren ihren Geruch binnen weniger Tage. Wirksamer sind regelmäßiges Entfernen der Netze, dichte Ritzen und ein trockener Keller mit wenig Beutetieren.
Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Information. Die beschriebenen Maßnahmen ersetzen keine medizinische oder fachkundige Beratung. Bei unklaren Symptomen nach einem Spinnenbiss oder bei starker allergischer Reaktion suchen Sie bitte unverzüglich einen Arzt auf.
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