Die invasive Asiatische Hornisse breitet sich in Deutschland aus und bedroht vor allem Honigbienen. So erkennen Sie die Art sicher, unterscheiden sie von der geschützten heimischen Hornisse, melden Funde richtig und schützen Ihre Bienenvölker.
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Gelbe Beinspitzen, dunkler Körper
Seit 2014 in Deutschland
Invasiv und meldepflichtig
Nest nur durch Fachleute entfernen
Asiatische Hornisse (Vespa velutina) sicher erkennen: dunkler Körper, gelbe Beinspitzen, kugelförmige Nester. Unterschied zur heimischen Hornisse und was bei einer Sichtung zu tun ist.
Asiatische Hornisse gefunden? So melden Sie Tier oder Nest richtig, welche Behörde zuständig ist und warum die Nestentfernung ausschließlich Fachleuten überlassen werden sollte.
Wie sich die Asiatische Hornisse in Deutschland ausbreitet: Zeitleiste seit 2014, betroffene Bundesländer, Gründe für die schnelle Verbreitung und was Sie zur Eindämmung beitragen können.
Warum die Asiatische Hornisse Honigbienen bedroht, wie sie vor dem Flugloch jagt und mit welchen Maßnahmen Imker ihre Völker schützen können – inklusive was nicht hilft.
Helfen Fallen gegen die Asiatische Hornisse oder schaden sie der Natur? Warum unselektive Fallen problematisch sind, wann selektive Fallen vertretbar sind und welche Alternativen besser wirken.
Die Asiatische Hornisse (*Vespa velutina nigrithorax*) wurde um 2004 nach Europa eingeschleppt und gilt nach EU-Recht als invasive Art von unionsweiter Bedeutung. Sie ist kleiner und dunkler als die heimische Hornisse und an ihren gelben Beinspitzen gut zu erkennen. Anders als das gefährlich klingende Bild vermuten lässt, ist nicht ihr Gift das Problem, sondern ihr gezielter Beutezug auf Honigbienen.
Die Asiatische Hornisse (Vespa velutina) ist mit 2–3 cm kleiner als die heimische Hornisse, hat einen überwiegend schwarzen, samtigen Körper, ein einzelnes orangegelbes Hinterleibssegment und auffällig gelbe Beinspitzen. Sie ist rein tagaktiv und wird – anders als die europäische Hornisse – nachts nicht von Licht angezogen.
Ist die Asiatische Hornisse für Menschen gefährlich?
Ihr Stich ist nicht giftiger als der anderer Hornissen oder Wespen. Für Nicht-Allergiker ist ein einzelner Stich schmerzhaft, aber meist ungefährlich. Wie bei allen Vespidae kann es bei Allergikern zu schweren Reaktionen kommen. Halten Sie Abstand zu Nestern und reizen Sie die Tiere nicht.
Muss ich eine Asiatische Hornisse melden?
Ja. Sie ist eine invasive Art von unionsweiter Bedeutung. Funde von Tieren oder Nestern sollten der zuständigen Naturschutzbehörde oder über das Meldeportal Ihres Bundeslandes gemeldet werden. Ein scharfes Foto aus sicherem Abstand erleichtert die Bestimmung erheblich.
Warum ist die Asiatische Hornisse ein Problem für Bienen?
Vespa velutina jagt gezielt Honigbienen, indem sie im Schwirrflug vor dem Flugloch lauert und heimkehrende Sammlerinnen abfängt. Schon wenige Hornissen setzen ein Volk unter Dauerstress, sodass die Bienen die Sammeltätigkeit einstellen und geschwächt in den Winter gehen.
Darf ich ein Nest der Asiatischen Hornisse selbst entfernen?
Nein. Gestörte Völker verteidigen ihr Nest gemeinsam, das Verletzungsrisiko ist hoch und unsachgemäße Eingriffe können die Ausbreitung sogar fördern. Die Entfernung übernehmen geschulte Fachleute. Beschränken Sie sich auf Meldung und Dokumentation.
Wo kommt die Asiatische Hornisse in Deutschland vor?
Der erste Nachweis gelang 2014 in Baden-Württemberg. Heute ist die Art vor allem im Südwesten etabliert – Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Saarland, Hessen und Nordrhein-Westfalen –, breitet sich aber kontinuierlich nach Norden und Osten aus. Einzelfunde gibt es in den meisten Bundesländern.
Sind Fallen gegen die Asiatische Hornisse sinnvoll?
Unselektive Fallen fangen überwiegend heimische Insekten und schaden mehr, als sie nutzen. Naturschutzverbände raten vom flächigen Falleneinsatz ab. Am wirksamsten sind das Erkennen, Melden und fachgerechte Entfernen von Nestern sowie gezielter Schutz am Bienenstand.