Zeckenbiss erkennen: Symptome, Rötung und was jetzt zu tun ist
Wie erkenne ich einen Zeckenbiss? Typische Symptome, Wanderröte und die richtigen Schritte nach einem Stich – verständlich erklärt.
Welche Bundesländer und Landkreise gelten als FSME-Risikogebiete? Aktuelle RKI-Karte, Hochrisikoregionen und was Sie vor Aufenthalten in betroffenen.
Medizinischer Hinweis
Die FSME-Risikogebietskarte wird jährlich aktualisiert. Maßgeblich ist immer die aktuelle Karte des RKI (rki.de). Die hier genannten Informationen basieren auf dem aktuellen Stand und werden jährlich aktualisiert.
Wer wenig Zeit hat, findet die wichtigsten Fakten zu FSME-Risikogebieten in Deutschland 2026 hier kompakt zusammengefasst. Die Details folgen in den weiteren Abschnitten.
Stand 2026 – kontinuierlicher Anstieg seit Anfang der 2000er Jahre
Diese beiden Bundesländer stellen den Großteil der Risikokreise
Lokal erworbene Erkrankung – Grundlage der RKI-Einstufung
Nach Grundimmunisierung 97–99 % Schutz vor klinischer FSME
Im Gegensatz zu FSME gibt es für Borreliose keine geografischen Risikogebiete
Klimawandel verlängert die Zeckensaison und ermöglicht neue Endemiegebiete
Krankenkassen übernehmen die Impfung in Risikokreisen ohne Einschränkung
Die Karte hilft bei zwei zentralen Entscheidungen: Soll ich mich impfen lassen, und wie streng muss ich mich beim Aufenthalt im Freien schützen? In beiden Fällen gilt: Sie ist ein Werkzeug für sachliche Entscheidungen – nicht für übersteigerte Sorge oder gefährliche Sorglosigkeit.
Das Robert Koch-Institut hat im Januar 2026 zwei neue Landkreise als FSME-Risikogebiete ausgewiesen: den Landkreis Nordsachsen (Sachsen) und den Stadtkreis Halle (Saale) (Sachsen-Anhalt). Damit wächst die Zahl der Risikogebiete in Deutschland auf 185 – das entspricht mehr als 46 Prozent aller deutschen Kreise und kreisfreien Städte.
Die Einstufung erfolgt, wenn die Zahl lokal erworbener FSME-Erkrankungen über einen 5-Jahres-Zeitraum bestimmte Schwellenwerte überschreitet. Beide neuen Kreise liegen deutlich nordöstlicher als die klassischen Risikoregionen Bayern und Baden-Württemberg – ein klares Signal für die Nordausdehnung der FSME.
Neue FSME-Risikogebiete 2026
Landkreis Nordsachsen
Stadtkreis Halle (Saale)
FSME-Fallzahlen 2025 als Hintergrund: 2025 wurden in Deutschland 693 FSME-Erkrankungen gemeldet – die dritthöchste Zahl seit Beginn der Erfassung 2001. Rund 90 % der Erkrankten mussten stationär behandelt werden, bei etwa 20 % verlief die Erkrankung schwer mit neurologischen Langzeitschäden. Die kontinuierliche Ausweitung der Risikogebiete und die hohe Fallzahl verstärken die STIKO-Empfehlung zur Impfung in Endemiegebieten.
Als FSME-Risikogebiet gilt ein Landkreis oder eine kreisfreie Stadt in Deutschland, in dem in den letzten 5 Jahren mindestens ein lokal erworbener (autochthoner) FSME-Fall beim Menschen gemeldet wurde. Die Definition wird vom Robert Koch-Institut (RKI) jährlich neu festgelegt und zu Jahresbeginn veröffentlicht.
Lokal erworbene Infektion – keine Reise-Fälle, die im Ausland erworben wurden
Ärzte und Labore sind verpflichtet, FSME-Fälle zu melden – Grundlage der Statistik
Karte wird jeweils zu Jahresbeginn aktualisiert – immer die aktuelle Version prüfen
Impfempfehlung gilt für alle Personen in oder mit Aufenthalt in Risikokreisen
Wichtig: Das Vorhandensein infizierter Zecken in einem Gebiet bedeutet nicht automatisch die Einstufung als Risikogebiet – es braucht gemeldete menschliche Erkrankungsfälle. Das erklärt, warum einzelne Kreise mit nachgewiesenen FSME-Zecken noch nicht als Risikogebiet eingestuft sind. Wie Bayern im nationalen Vergleich abschneidet, erklärt der Ratgeber Zecken in Bayern – Karte und Risikogebiete 2026.
Gleichzeitig bedeutet „kein Risikogebiet” keineswegs „keine Zecken”: Borreliose, die häufigste durch Zecken übertragene Krankheit in Deutschland, ist in allen Bundesländern verbreitet – dazu mehr im Abschnitt Borreliose.
In Deutschland gibt es mehrere Zeckenarten, aber eine dominiert das Krankheitsgeschehen bei weitem:
Gemeiner Holzbock (Ixodes ricinus)
Auwaldzecke (Dermacentor reticulatus)
Braune Hundezecke (Rhipicephalus sanguineus)
Hyalomma-Zecken (eingeschleppt)
Der Gemeine Holzbock (Ixodes ricinus) ist mit Abstand die häufigste Zeckenart in Deutschland und verantwortlich für praktisch alle FSME- und Borreliose-Übertragungen. Er kommt in Wäldern, Wiesen, Gärten und Parkanlagen vor – überall, wo es genügend Feuchtigkeit und Kleinsäuger als Wirtstiere gibt.
Die Auwaldzecke gewinnt durch den Klimawandel zunehmend an Bedeutung: Sie ist aktiv, wenn der Holzbock noch Winterpause hält (Februar–April und September–November), was die Zeckensaison faktisch verlängert.
Hyalomma-Zecken sind nach Deutschland durch Zugvögel eingeschleppte Arten aus Afrika und Asien. Einzelfunde werden jährlich aus verschiedenen Bundesländern gemeldet. Das Übertragungsrisiko für Krim-Kongo-Virus ist in Deutschland bislang sehr gering, wird aber vom RKI beobachtet.
Fast alle Landkreise betroffen – Münchner Umland, Starnberg, Ebersberg, Bad Tölz-Wolfratshausen
Landshut, Passau, Regen, Freyung-Grafenau, Straubing
Augsburg, Kaufbeuren, Kempten und weitere Kreise
Regensburg, Amberg-Sulzbach, Neumarkt, Ansbach
Würzburg, Bamberg, Coburg, Hof und Umgebung
Ortenaukreis, Freudenstadt, Schwarzwald-Baar-Kreis, Rastatt
Konstanz, Bodenseekreis, Sigmaringen, Ravensburg
Heidelberg, Rhein-Neckar-Kreis, Heilbronn
Biberach, Reutlingen, Tübingen, Zollernalb
Odenwald, Marburg-Biedenkopf, Lahn-Dill-Kreis, Taunus
Sonneberg, Hildburghausen, Saalfeld-Rudolstadt und weitere
Vogtlandkreis, Erzgebirgskreis, Zwickau – 2026 neu: Nordsachsen
Südliche Weinstraße, Bad Kreuznach, Birkenfeld
Einzelne Kreise im südlichen Saarland
2026 neu: Halle (Saale) – aktuelle RKI-Karte prüfen
Genaue Adresse prüfen
Ob Ihr Wohnort, Urlaubsort oder Arbeitsort in einem Risikogebiet liegt, lässt sich auf der RKI-Website mit der Postleitzahl oder dem Landkreis prüfen. Nicht der Bundesstaat, sondern der Kreis ist entscheidend. Die jährlichen Änderungen 2026 finden Sie im Abschnitt Aktuelle Änderungen 2026.
Die Zahl der FSME-Risikokreise ist in den letzten Jahren stetig gestiegen – von rund 100 Kreisen Anfang 2000 auf über 185 im Jahr 2026. Gründe:
Mildere Winter verlängern die aktive Zeckensaison – Aktivität bereits ab 8 °C statt früher 10 °C
Mehr FSME-Fälle werden erkannt und gemeldet als früher – verbessert die Datenbasis
Rehe, Füchse und andere Wirtstiere tragen Zecken in neue Gebiete – besonders durch Autobahn-Grünbrücken
Mehr Menschen in Natur und Wald – mehr Expositionen, mehr gemeldete Fälle
FSME-Fallzahlen in Deutschland: Jährlich werden zwischen 200 und 700 FSME-Erkrankungen gemeldet (je nach Buchenmastjahr – Buchenmastjahre fördern Mäusepopulationen, die Zecken ernähren). 2025 war mit 693 Fällen ein überdurchschnittliches Jahr.
Zecken sind in Deutschland keine reinen Sommertiere mehr. Der Klimawandel hat die aktive Saison auf fast das gesamte Jahr ausgedehnt:
Januar–Februar
März–April
Mai–Juni
Juli–August
September–Oktober
November–Dezember
Wichtige Erkenntnis: Die zweite Hochsaison im Herbst (September–Oktober) wird von vielen unterschätzt. Studien des RKI und regionaler Gesundheitsämter zeigen, dass ein erheblicher Anteil der FSME-Übertragungen in Herbstwanderungen und bei der Gartenernte stattfindet – nicht nur im Frühjahr.
FSME verläuft in zwei Phasen – das unterscheidet die Erkrankung von vielen anderen durch Zecken übertragenen Infektionen. Wer das Verlaufsmuster kennt, erkennt Warnsignale frühzeitig.
Erste Phase (1–2 Wochen nach Stich): Grippeähnliche Symptome mit Fieber (38–39 °C), Kopf- und Gliederschmerzen, Übelkeit. Bei rund 70–90 % der Infizierten endet die Erkrankung hier ohne weitere Komplikationen, die Patienten erholen sich vollständig.
Zweite Phase (nach symptomfreiem Intervall): Bei 10–30 % der Erkrankten folgt nach einer beschwerdefreien Phase von einigen Tagen ein Rückfall mit schwerwiegenden neurologischen Symptomen – Meningitis (Hirnhautentzündung), Enzephalitis (Gehirnentzündung) oder Myelitis (Rückenmarksentzündung). Diese Phase erfordert stationäre Behandlung.
Langzeitschäden: Rund 30–40 % der Patienten mit Hirnbeteiligung entwickeln bleibende neurologische Defizite – Gedächtnisstörungen, Konzentrationsprobleme, Lähmungen, Gleichgewichtsstörungen. Bei älteren Patienten ist das Risiko für schwere Verläufe deutlich höher.
Sterblichkeit: FSME ist in Deutschland selten tödlich (Mortalität unter 1 %), aber die Schwere der möglichen Langzeitschäden rechtfertigt die konsequente Impfempfehlung.
Kein Zeitfenster für Behandlung
Es gibt keine kausale Therapie gegen FSME. Die Behandlung ist rein symptomatisch (Bettruhe, Schmerzmittel, Kortison bei schweren Fällen). Eine Notfallimpfung nach dem Stich ist wirkungslos. Nur die Impfung vor dem Kontakt schützt.
Anders als bei FSME gibt es keine offizielle Borreliose-Risikokarte für Deutschland. Borreliose-Bakterien (Borrelia burgdorferi sensu lato) sind in Zecken aller Bundesländer nachweisbar – die Borrelien-Durchseuchung der Zecken schwankt jedoch regional erheblich (etwa 5 bis 35 Prozent, je nach Standort und Zeckenstadium). Auch wer nicht in einem FSME-Risikogebiet lebt, sollte deshalb nach jedem Zeckenstich die Einstichstelle 4 bis 6 Wochen auf Wanderröte beobachten.
Wie häufig ist Borreliose in welchem Bundesland? Eine ausführliche Übersicht zu gemeldeten Fallzahlen, Seroprävalenz, Borrelien-Spezies-Verteilung und Stadt-Land-Gradient liefert der Spezial-Ratgeber Borreliose in Deutschland – Häufigkeit, Inzidenz und regionale Verteilung. Die wichtigsten Frühzeichen erklärt der Artikel Borreliose-Symptome erkennen.
FSME
Borreliose (Lyme)
Anaplasmose
Babesiose
CCHF (Hyalomma)
Die Tabelle zeigt: FSME hat klare geografische Risikogebiete und eine wirksame Impfung – ist aber vergleichsweise selten. Borreliose ist deutschlandweit verbreitet, viel häufiger, aber behandelbar. Für die Praxis bedeutet das: Wer in Risikogebieten unterwegs ist, sollte sich impfen lassen – aber jeder in Deutschland sollte Zeckenstiche ernst nehmen und auf Borreliose-Zeichen achten.
In Deutschland sind zwei FSME-Impfstoffe zugelassen, die beide einen zuverlässigen Schutz bieten:
FSME-IMMUN
Encepur
Kreuzschutz: Beide Impfstoffe schützen gegen alle europäischen und die meisten asiatischen FSME-Virustypen. Eine begonnene Impfserie mit einem Präparat kann mit dem anderen fortgesetzt werden – beide sind untereinander austauschbar (mit ärztlicher Rücksprache).
Auffrischungen: Nach vollständiger Grundimmunisierung (3 Dosen) wird die erste Auffrischung nach 3 Jahren empfohlen, dann alle 5 Jahre. Bei Personen über 50 Jahren empfiehlt die STIKO kürzere Auffrischungsintervalle (alle 3 Jahre), da die Immunantwort mit dem Alter abnimmt.
Kosten: Eine Impfstoffdosis kostet ca. 35–45 €. Gesetzliche Krankenkassen erstatten die FSME-Impfung in Risikogebieten gemäß STIKO-Empfehlung; Privatversicherte haben in der Regel vollständigen Anspruch. Welche Nebenwirkungen normal sind und wann ein Arztbesuch nötig ist, erklärt FSME-Impfung Nebenwirkungen – Was normal ist und wann Arzt.
Die FSME-Karte gibt einen geografischen Überblick – doch das persönliche Risiko hängt zusätzlich von Alter, Beruf und Gesundheitszustand ab. Bestimmte Gruppen sollten den Schutz besonders ernst nehmen.
Personen über 60 Jahre: Bei älteren Patienten verläuft FSME tendenziell schwerer und mit höherer Komplikationsrate. Die STIKO empfiehlt deshalb für diese Altersgruppe in Risikogebieten besonders konsequent die Grundimmunisierung. Auffrischimpfungen alle 3 Jahre (statt 5) sind häufig empfohlen. Die Krankenkassen übernehmen die Impfung in Risikokreisen ohne Einschränkung.
Kinder ab 1 Jahr: Die FSME-Impfung ist in Deutschland ab dem vollendeten ersten Lebensjahr zugelassen. Bei Kindern in Risikogebieten – besonders solchen, die viel im Freien spielen, in Wald-Kindergärten betreut werden oder Familienurlaub im FSME-Endemiegebiet machen – ist die Impfung sinnvoll. Verträglichkeit ist sehr gut; lokale Reaktionen oder leichtes Fieber sind möglich.
Beruflich exponierte Personen: Forstwirte, Landschaftspfleger, Jäger, Wildbiologen und Landwirte haben deutlich erhöhtes Expositionsrisiko. Die Berufsgenossenschaften (z. B. SVLFG) erstatten in der Regel die FSME-Impfung als arbeitsmedizinische Vorsorgemaßnahme. Bei Erkrankung kann FSME als Berufskrankheit anerkannt werden.
Reisende in Risikogebiete: Wer beruflich oder privat regelmäßig nach Bayern, Baden-Württemberg, Österreich, Tschechien, Polen oder ins Baltikum reist, sollte den Impfschutz prüfen. Eine Schnellimmunisierung mit verkürztem Schema (Tag 0 und Tag 14) bietet bereits nach wenigen Wochen einen orientierenden Schutz.
Immungeschwächte Patienten: Bei Immunsuppression (Chemotherapie, Cortison-Langzeittherapie, biologische Therapien) ist die Impfantwort eingeschränkt. Vor der Impfung Rücksprache mit dem behandelnden Arzt; ggf. Antikörperkontrolle nach Impfung sinnvoll.
Alles zur FSME-Impfung – Impfschema, Kosten und wer sie braucht – erklärt der Ratgeber FSME-Impfung in Deutschland – Empfehlungen, Kosten und Schutz. Was nach einem Zeckenbiss zu beachten ist, zeigt Zeckenbiss erkennen – Symptome und erste Maßnahmen.
In der Praxis werden bei der Interpretation der FSME-Risikokarte immer wieder dieselben Fehler gemacht – einige davon mit echten Konsequenzen für die persönliche Gesundheit.
Der häufigste strukturelle Fehler ist die Annahme, ein einzelner Schutzbaustein reiche aus. Erst die Kombination aus FSME-Impfung in Risikogebieten, geeigneten Repellents, schützender Kleidung, konsequenter Körperkontrolle und rascher Zeckenentfernung senkt das tatsächliche Risiko substanziell.
Die FSME-Risikogebietskarte des RKI umfasste 2025 insgesamt 181 Landkreise in Bayern, Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Thüringen, Sachsen sowie erstmals Brandenburg – ein kontinuierlicher Zuwachs, der die Ausbreitung durch den Klimawandel widerspiegelt.
FSME-Fallzahlen 2023: Das RKI registrierte 2023 insgesamt 583 gemeldete FSME-Fälle (RKI SurvStat). Dieser Wert entspricht dem bisherigen Höchstwert aus dem Jahr 2018 (ebenfalls 583 Fälle). Der Langzeittrend zeigt eine Nordausdehnung des Endemiegebiets, vor allem in Brandenburg als neu hinzugekommenem Bundesland (2024).
Impfschutz und Effektivität: Die STIKO empfiehlt für alle Personen in Risikogebieten eine Grundimmunisierung aus 3 Dosen sowie Auffrischimpfungen alle 3–5 Jahre. Die Impfeffektivität nach vollständiger Grundimmunisierung beträgt 97–99 % gegenüber symptomatischer FSME-Erkrankung (ECDC, 2024).
Impflücken als Kernproblem: Trotz kostenfreier GKV-Erstattung in Risikogebieten liegt die Impfquote in der Bevölkerung weit unter dem epidemiologisch erforderlichen Niveau. Wer nicht geimpft ist und in einem Risikogebiet gestochen wird, kann innerhalb von 72–96 Stunden passive Immunisierung mit FSME-Immunglobulin erhalten.
Bayern und Baden-Württemberg haben die mit Abstand höchste Dichte an FSME-Risikokreisen. Weitere betroffene Bundesländer sind Hessen, Thüringen, Sachsen, Rheinland-Pfalz, Saarland und seit 2026 auch Sachsen-Anhalt mit Halle (Saale).
Das Robert Koch-Institut (RKI) aktualisiert die Karte jährlich zu Jahresbeginn auf Basis der gemeldeten FSME-Fälle der letzten 5 Jahre. Die Karte für 2026 wurde im Januar 2026 veröffentlicht und umfasst 185 Risikokreise.
Nein. Zecken gibt es in ganz Deutschland. Als Risikogebiet gilt ein Landkreis nur bezogen auf FSME – das FSME-Virus. Borreliose wird von Zecken in allen Bundesländern übertragen. Auch in Norddeutschland, Hamburg oder Berlin sind Zeckenbisse und Borreliose-Risiko real.
Ja, wenn Sie aktiv in Natur und Wald unterwegs sein möchten. Die STIKO empfiehlt die FSME-Impfung für alle Personen in oder mit Aufenthalten in Risikokreisen. Eine einmalige Impfung kurz vor dem Urlaub bietet noch keinen vollständigen Schutz – beginnen Sie das Impfschema möglichst Monate im Voraus.
Ja. Das RKI dokumentiert eine kontinuierliche Ausbreitung nach Norden und Westen: von etwa 100 Kreisen im Jahr 2000 auf 185 im Jahr 2026. Klimaerwärmung verlängert die aktive Zeckensaison und begünstigt die Ausbreitung. Die Ausbreitung wird sich voraussichtlich fortsetzen.
Ja. Gesetzliche Krankenkassen erstatten die FSME-Impfung, wenn Sie in ein Risikogebiet reisen oder dort leben, gemäß STIKO-Empfehlung. Es empfiehlt sich, die Kasse vorher zu kontaktieren – viele erstatten auch ohne Einschränkung auf den Wohnort.
Der Gemeine Holzbock ist von März bis Oktober am aktivsten, mit zwei Hochphasen: April–Juni und September–Oktober. Ab 8 °C Lufttemperatur können Zecken aktiv werden – auch an milden Wintertagen. Die Auwaldzecke ergänzt die Saison im frühen Frühjahr und Herbst.
Borreliose ist deutlich häufiger als FSME: In Deutschland werden jährlich schätzungsweise 50.000–100.000 Borreliose-Fälle diagnostiziert, verglichen mit 200–700 FSME-Fällen pro Jahr. Für Borreliose gibt es keine Impfung, aber sie lässt sich mit Antibiotika gut behandeln, wenn sie früh erkannt wird.
Der Gemeine Holzbock ist kleiner (Nymphen 1–2 mm), häufiger in Laubwäldern und feuchten Wiesen, und hauptverantwortlich für FSME und Borreliose. Die Auwaldzecke ist etwas größer, bevorzugt Auwälder und Grünland, ist besonders im frühen Frühjahr und Herbst aktiv, und überträgt seltenere Erkrankungen. Im Zweifelsfall behandelt man jeden Zeckenstich gleich: sofort entfernen und beobachten.
Das Robert Koch-Institut veröffentlicht die aktuelle Karte unter rki.de mit Suchfunktion nach Landkreis oder kreisfreier Stadt. Maßgeblich ist nicht das Bundesland, sondern der Kreis – innerhalb eines Bundeslandes können Risikokreise und Nicht-Risikokreise direkt nebeneinander liegen. Die Karte wird jährlich zu Jahresbeginn aktualisiert; neue Kreise kommen kontinuierlich hinzu.
Nach der ersten Impfung besteht noch kein zuverlässiger Schutz. Erst nach der zweiten Impfung (nach 1–3 Monaten) ist von einem orientierenden Schutz auszugehen, nach der dritten Impfung (Tag 0, Tag 1–3 Monate, Tag 5–12 Monate) besteht der vollständige Grundschutz. Eine Schnellimmunisierung verkürzt das Schema: Tag 0 und Tag 7 ermöglichen einen früheren orientierenden Schutz, der dritte Termin folgt nach etwa 3 Wochen.
Dieser Artikel basiert auf aktuellen RKI-Daten. Die maßgebliche und stets aktuelle Risikogebietskarte finden Sie unter rki.de. Impfentscheidungen immer mit dem Arzt besprechen.
Wie erkenne ich einen Zeckenbiss? Typische Symptome, Wanderröte und die richtigen Schritte nach einem Stich – verständlich erklärt.
Zecken lauern im eigenen Garten – besonders nach Gartenarbeiten ist ein gründlicher Körpercheck entscheidend.
Zecken im Rasen und Garten wirksam reduzieren – biologische Methoden, Rasenpflege, natürliche Feinde und persönlicher Schutz nach Gartenarbeit.
FSME-Impfung Nebenwirkungen: häufige lokale Reaktionen, systemische Beschwerden, seltene Risiken, Kontraindikationen und Auffrischungsintervalle nach.
Effektiver Zeckenschutz für Garten, Wald und Alltag – richtige Kleidung, Repellents, Gartenpflege und was nach dem Aufenthalt im Freien zu tun ist.
FSME Impfung in Deutschland: Wann sie sinnvoll ist, welche Risikogebiete betroffen sind, wie FSME übertragen wird und warum Bayern und Baden-Württemberg.
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